Herbert Reichelt


 

Geboren wurde ich 1951 in Herne und bin dort im tiefen Ruhrgebiet auch aufgewachsen. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften und der Mitarbeit in einigen Forschungsprojekten an der Bochumer Ruhr-Universität, war ich ab 1983 in verschiedenen Funktionen für das Wissenschaftliche Institut der AOK und den AOK-Bundesverband tätig.

 

Meine literarische Karriere begann früh. Schon mein erstes Nonsens-Gedicht mit dem Titel »Blauer Baum« wurde im Deutschunterricht zum Gegenstand tiefgreifender literaturkritischer Aufarbeitung.


Ich hatte den völlig sinnfreien Vers meinem Deutschlehrer als expressionistisches Fundstück untergejubelt. Bruno Bittstetter habe ich den Autor damals genannt. Es gab wunderbare Interpretationen und Analysen dazu, und es ist eigentlich verwunderlich, dass meine literarische Karriere zunächst nicht weitergehen wollte. Na ja, vielleicht lag es einfach daran, dass ich nichts mehr geschrieben habe. Denn damit habe ich erst vor wenigen Jahren wieder begonnen.

 

So entstand im Jahre 2014 ein erster Lyrikband mit überwiegend komischen Gedichten, im Jahre 2016 ein zweiter und 2017 schließlich ein dritter. Inzwischen gibt es aber auch einen Kriminalroman mit dem Titel »Bochumer Mörderwoche« sowie eine Reihe von Kurzgeschichten – auch die überwiegend mit kriminellem Hintergrund.

 

Seit 2014 bin ich in der Schreibwerkstatt des Kunstvereins Bad Godesberg, »Die  Schattenspringer«, aktiv, und weil es eigentlich gar nicht genug Brutstätten komischer  Lyrik geben kann, veranstalte ich - gemeinsam mit Dieter Dresen, dem Wachtberger Büchereiverbund-Leiter - seit kurzem auch einen Wettbewerb zu  komischer Lyrik, den wir »Wachtberger Kugel« genannt haben, nach dem  Wachtberger Wahrzeichen, dem weltgrößten kugelförmigen Radom, einer weithin  sichtbaren Radaranlage. 

 

Auch meine eigene Teilnahme an Lyrik- und Kurzgeschichten-Wettbewerben trägt inzwischen erste Früchte:

  • Dritter Preis beim »Ennigerloher Dichtungsring« 2015 und ebenso 2016, einem NRW-weit ausgeschriebenen Dichterwettstreit, bei dem die komische Lyrik dominiert
  • Erfolgreiche Teilnahme am Kurzkrimi-Wettbewerb »Scharf geschossen mit der Kamera« (Aufnahme in die gleichlautende Anthologie mit 23 »Fotokrimis« aus Franken; herausgegeben von Anne Hassel und Simone Jöst; Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg)
  • Sonderpreis im Rahmen des »Ralf Bender-Preises 2015« (Kurzkrimi-Wettbewerb mit Schauplatz Bayerischer Wald) und Aufnahme in die Anthologie »Boandlkramer - und andere Kriminalgeschichten aus dem Bayerischen Wald« (herausgegeben von Alexander Frimberger und Lothar Wandtner, edition GOLBET, Schönberg)
  • Prämierung von zwei Beiträgen für den fünfteiligen Fortsetzungskrimi »Bonn schreibt einen Krimi« des Literaturhauses Bonn