»Wachtberger Kugel« 2017 – Preis für Komische Lyrik ausgeschrieben

Die vielfältige Kulturszene in der Region wird um ein echtes Highlight bereichert: Der Leiter des Wachtberger Büchereiverbundes, Dieter Dresen, und ich haben uns entschlossen, einen Literaturpreis für Komische Lyrik auszuschreiben. »Wachtberger Kugel« haben wir den Wettbewerb getauft.

 

Wir haben diesen Wettbewerb gestartet, weil wir festgestellt haben, dass diesem interessanten und vor allem für die Leser und Zuhörer so amüsanten Genre im heutigen Literaturbetrieb viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Und das finden wir höchst bedauerlich, denn die deutsche Literatur verfügt mit Schriftstellern wie Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Mascha Kaléko, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Eugen Roth, später mit Heinz Erhardt oder in jüngerer Zeit mit den Autoren der »Neuen Frankfurter Schule« doch über eine hervorragende Tradition in diesem komischen Genre.

 

Und in Wachtberg haben wir sofort Mitstreiter für diese originelle Idee gefunden. Eine hochkarätige Jury aus der Wachtberger Kulturszene war schnell gefunden. Keiner der Angesprochenen ließ sich lange bitten: Hans-Jürgen Döring, ehemaliger langjähriger Bürgermeister, Erwin Ruckes, Kulturjournalist und bekannter Jazzmusiker, Anja Rüdiger, Lektorin und Übersetzerin, und Michael Schmid-Ospach, ehemaliger Sprecher von ARD und WDR und »Kulturweltspiegel«-Moderator sowie früherer Geschäftsführer der Filmstiftung NRW – sie alle arbeiten in der Jury des Wettbewerbs mit. Außerdem mit dabei: Hans Weingartz, Inhaber des Kid Verlags in Bonn-Küdinghoven, der eine Anthologie mit den besten Wettbewerbsbeiträgen verlegen wird.

 

Die Gemeinde Wachtberg und namentlich Bürgermeisterin Renate Offergeld unterstützen das Projekt nachdrücklich. Aber auch finanzielle Förderer hat der Wettbewerb mit dem Förderverein »Kunst und Kultur in Wachtberg (KuKIWa)« sowie der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg und dem Wachtberger Energieanbieter enewa inzwischen gefunden.

 

Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 31. August 2016. Bis dahin können geübte Schriftsteller genauso wie Hobbypoeten ihre Gedichte zum Wettbewerb einreichen. Bedingung: Heiter, witzig, komisch müssen sie schon sein, wenn die Einsender zur Abschlussveranstaltung am 14. Januar 2017 ins Adendorfer Drehwerk eingeladen werden wollen. Natürlich sind wir sehr gespannt auf die Resonanz in der Region. Wir hoffen jedenfalls, dass sich gerade aus der näheren Umgebung viele Talente angesprochen fühlen. Allerdings ist der Wettbewerb gleich bundesweit ausgeschrieben worden, um auch Interessenten aus anderen Regionen die Beteiligung zu ermöglichen.

 

Und es gibt Preise zu gewinnen: Ein Jury- sowie ein Publikumspreis warten auf die Gewinner des Wettbewerbs. Die jeweiligen Sieger erhalten nicht nur eine schöne Wettbewerbstrophäe, eine handgetöpferte »Wachtberger Kugel«, die der Adendorfer Töpfer Peter Hansen fertigt. Vielmehr bekommen sie auch ein Preisgeld von jeweils 300 Euro. Für die jeweiligen Zweit- und Drittplatzierten gibt es immerhin noch je 100 Euro.

 

Damit das Ganze auch gut organisiert über die Bühne gehen kann, haben wir inzwischen auch eine eigene Internetseite für den Wettbewerb aufgelegt (www. wachtberger-kugel.de). Hier finden sich in geballter Form alle Informationen, die man für eine Teilnahme am Wettbewerb benötigt.